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Der freundliche NW-Wind wird genutzt und die Segel gesetzt. Der Anker fällt bei Tarifa, um einen Badehalt einzulegen. Die Hitze gegen Mittag, sicher über 33 Grad, zwingt uns förmlich dazu. Die Wassertemperatur, die in Rota noch 24 Grad war, ist allerdings auf 19 Grad gesunken. Wahrscheinlich durch die Strömung, die in der Strasse von Gibraltar herrscht. Anker auf und mit Ehrfurcht nähern wir uns dem historischen Affenfelsen. Beim Einklarieren beim Hafenmeister kommt man sich vor wie im letzten Jahrhundert. Die Zeit ist hier in jeder Beziehung stehen geblieben. Die Uniform schneeweiss, kurze Hosen und wollene Kniestrümpfe, man wähnt sich im Film Casablanca.
Mittwoch 7. Juli 2004. Hafentag in Gibraltar. Wir nehmen noch Ray an Bord. Wir holen ihn in Malaga vom Flughafen ab. Eine gemütliche Fahrt durch die Berge von Andalusien soll den Australier mit der europäischen Kultur bekannt machen. Andalusien mit seiner Vielfalt fasziniert immer wieder. Durch das Licht, das auf die weissen Hausfassaden fällt, erscheint alles so sauber und gibt der ganzen Landschaft Tiefe. Nur die Urbanisationen um Marbella sind gelinde gesagt eine Katastrophe. Die Costa del Sol mit ihren herrlichen weiten Sandstränden wurde bereits umgetauft auf Costa del Golf.
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