Freitag, 2. Juli 2004
Bald schon Routine, obwohl wir zum ersten Mal mit der Helvetic fliegen, ist das Einchecken. Neu für uns ohne Ticket, nur mit der Mailbestätigung direkt am Schalter. Das Gepäck auf die Waage und wie üblich hat der Skipper 16.8 kg Übergewicht. Zur Präzisierung, ich meine natürlich nur die Tasche. Dank der Crew sind es am Schluss nur 1,8 kg und die freundliche Schalterdame
akzeptiert genau 2 kg. Erfreulich ist, dass wir nicht in das Gate E müssen,
was uns eine halbe Stunde Irrweg erspart.

Der Direktflug nach Malaga ist eine wirkliche Erleichterung. Dass das Gepäck von Pesche in Pristina statt in Malaga landet, hat ausschliesslich mit seinem Aussehen zu tun und keinesfalls mit der Qualität des schweizerischen Flughafenbetreibers.

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Das gemietete Auto steht auch schon bereit und wir beschliessen, nicht direkt unseren Zielhafen Rota anzusteuern, sondern wählen Nebenstrassen, quer durch Andalusien. Wie immer ein unvergessliches Erlebnis.

Die Happy Future schwimmt noch und freut sich, uns an Bord nehmen zu dürfen. Aber auch Spanien freut sich auf unsere Ankunft und begrüsst uns standesgemäss mit einem Feuerwerk.

Samstag 3. Juli 2004
Wir gehen einkaufen; die Frischlinge staunen,
was alles so gebraucht wird, vor allem die Menge Mineralwasser, aber auch die sonstigen Getränke. Jetzt wird gestaut. Ruedi, unser Spanienspezialist, Wein- und Cognackenner, degustiert bereits den noch vorhandenen Bordwein. Sein Urteil überrascht kaum. Der Tinto aus dem Gebiet des Ribera del Duero ist
ein Spitzenwein.

Auf dem Programm steht noch der Besuch einer Sherry-Kellerei in Jerez. Da Sandemann geschlossen hat, müssen wir uns mit Conzales Byass bescheiden. Während dem 2stündigen Rundgang mit anschliessender Degustation zeigt Ruedi sein wahres Können; er wird deshalb zum Don Tio Pepe gekürt.

Sonntag 4. Juli 2004
Ein geruhsamer Tag. Ein Rundgang durch die Altstadt von Rota macht uns hungrig. Abhilfe schafft das Restaurant Las Embarcaciones. Ein rund 2 kg schwerer Lubina im Salz gegart ist allein schon eine Reise nach Südspanien wert.

Ein so zubereiteter fangfrischer Fisch, der nicht aus einem Viveros stammt, ist für uns Mitteleuropäer nicht alltäglich. Auch die als Entrée gekostete Gänseleber lässt das sonst sensibilisierte Gewissen momentan verstummen.

Montag 5. Juli 2004.
Nina guapa
Endlich ist es soweit. Klarschiff wird gemacht und dann Leinen los; die Reise
geht in Etappen Richtung Strasse von Gibraltar.
Als Skipper amtet Pesche. Ruedi ist Coskipper und Sicherheitsoffizier.
Die Segel werden gesetzt; doch schon bald weht uns der Wind direkt auf die Nase. Wie üblich im Atlantik, wird „motort“.

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